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Endometriose


SCHWERE ENDOMETRIOSE
LAPAROSKOPISCHE NERVSPARENDE TECHNIKEN

Die Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen, von der Millionen von Frauen und Mädchen weltweit betroffen sind. Die Krankheit kann zu quälenden Schmerzen und Unfruchtbarkeit führen und wiederholte Operationen nötig machen. Eine Operation ist normalerweise ein unvermeidbarer Teil der Behandlung von Patienten, bei denen eine tief infiltrierende Endometriose vermutet wird. Der chirurgische Eingriff dient hierbei nicht nur der Diagnosestellung, sondern auch zu therapeutischen Zwecken, da er eine Möglichkeit zur sofortigen Behandlung bietet, wenn nötig. Bei dieser chirurgischen Prozedur wird die Endometriose vollständig entfernt, während die Beckenorgane intakt und funktionell (Fruchtbarkeit) an Ort und Stelle bleiben. Eine Entfernung des Uterus oder der Ovarien ist in den meisten Fällen nicht notwendig und auch nicht wünschenswert, wenn die Patientin zu einem späteren Zeitpunkt noch Kinder möchte. Die Laparoskopie hat sich als die beste Methode zur Behandlung der Endometriose erwiesen.

Endometriose - Das Krankheitsbild


Endometriose - Diagnostik

Endometriose - Die Symptome


Endometriose - Die Behandlung

Endometriose des Rektums, der Harnblase oder des Uterus

Die tief infiltrierende Endometriose des Septum rektovaginal (die Region zwischen dem Darm und der Vagina) ist eine besonders schwierig zu behandelnde Art der Endometriose. Die Endometriose infiltriert oftmals das Rektum, die Ureter, die Blase oder sogar die Beckennerven, die Rektum, Blase und Sexualfunktionen kontrollieren. Eine ausgedehnte Endometriose des Rektums kann zum Darmverschluss führen, zum Verschluss der Blase, zu einer Blockade der Ureter und somit zum irreversiblen Nierenschaden oder zur Zerstörung der Blasenwand. Die chirurgische Entfernung der Endometriose, ggf. mit einer Entfernung von Teilen der betroffenen Organe, ist notwendig. Solch eine Prozedur kann laparoskopisch oder über einen offenen Zugang erfolgen. Die Laparoskopie bietet jedoch einen einzigartigen Zugang zu allen Beckennerven und gleichzeitig den Einblick und die Technologie, die eine Erhaltung der Nerven oder sogar komplexe neurochirurgische Eingriffe ermöglichen. Die Technik der “Laparoskopischen Neuro-Navigation” (LANN) ist das Ergebnis dieser Entwicklung. Prof. Marc Possover hat nachgewiesen, dass die LANN-Technik durch ihr besonders nervenschonendes Vorgehen einer postoperativen Nervendysfunktion vorbeugen kann, sogar nach einer sehr ausgedehnten Operation.

Endometriose des Ischiasnervs

Es ist allgemein bekannt, dass Urinal- und Verdauungstrakt von Endometriose betroffen sein können. Es ist jedoch weniger bekannt, dass Endometriose auch den Ischiasnerv und andere Beckennerven befallen kann. 2004 begann Prof. Possover, die Aufmerksamkeit seiner Kollegen der Neurologie und Neurochirurgie, der orthopädischen Medizin und Schmerzbehandlung auf das Problem der Endometriose am Ischiasnerv zu lenken. Patienten aus der ganzen Welt suchten ihn nun auf zur Behandlung der Endometriose des Ischiasnervs. 2011 berichtete Prof. Possover über die Behandlung von mehr als 200 Fällen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass diese Krankheit nicht so selten ist, wie ursprünglich gedacht. Überdies kann die Endometriose alle anderen Nerven des Beckens betreffen, einschliesslich des Nervus obturatorius und der Femoralnerven.

Bei der Endometriose der Beckennerven ist eine Hormontherapie nicht hilfreich, sondern birgt eher noch das zusätzliche Risiko, eine operative Behandlung der Erkrankung zu verzögern. Die operative Behandlung ist immer notwendig, um einen irreversiblen Schaden an den Nerven zu vermeiden, der zu motorischen Defiziten führt und besonders die Bewegung des Anhebens und Absetzens des Fusses betrifft.

Da der laparoskopisch arbeitende Chirurg ein solides Wissen vom anatomischen Komplex des Beckens – besonders der Beckennerven – haben muss und gut ausgebildete Fähigkeiten und eine umfangreiche Erfahrung in der Chirurgie besitzen sollte, ist die laparoskopische Behandlung der Endometriose am Ischiasnerv die anspruchvollste der Beckenoperationen.

Das Possover International Medical Center behandelt alle Typen der Endometriose, von ganz einfachen bis zu komplexeren. Prof. Possover ist spezialisiert auf die laparoskopische Chirurgie der schweren Endometriose und ist der weltweit führende Experte für die laparoskopische Behandlung der Endometriose am Ischiasnerv.

Endometriosezentrum Zürich

Zum Wohl der Patientinnen und zum Nachweis nachhaltiger Qualität und einer Behandlung anhand neuester Empfehlungen und Leitlinien wurde das Endometriose-Zentrum Zürich unter der Leitung von Prof. h.c. Prof. Dr. med. Marc Possover durch internationale Gutachter geprüft und als erstes Zentrum in der Schweiz erfolgreich von der „Stiftung Endometriose-Forschung“ und der „Europäische Endometriose Liga“ zum Endometriosezentrum Stufe III zertifiziert. Dies spiegelt neben den optimalen Infrastrukturen der Abteilung, auch die auf hohem klinischem und internationalem wissenschaftlichem Niveau liegenden Aktivitäten der Ärzte des Zentrums wieder.
In der Endometriosesprechstunde bietet das Zentrum eine individuelle Beratung, sowie Therapien nach dem neusten Kenntnisstand an, verbunden mit einer persönlichen und fachlich kompetenten Begleitung – psychologisch und schmerztherapeutisch.

Für die operative Therapie der Endometriose werden fast ausschließlich endoskopische Operationstechniken (sog. Bauchspiegelungschirurgie), selbst für ausgedehnte Endometrioseerkrankungen, angewandt. Innovation und Qualität der Behandlung sind für uns ebenso wichtige Ziele der Therapie, wie die Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse jeder Patientin.
Aufgrund der Komplexität der Endometriose, besteht eine enge Kooperation mit weiteren Fachdisziplinen der Klinik Hirslanden und externen Abteilungen (z.B. bei Kinderwunsch).

Aufgrund der großen psychischen Belastung dieser Erkrankung, besteht die Möglichkeit einer psychologischen Betreuung der Patientinnen direkt im Zentrum.
Darüber hinaus bietet das Endometriosezentrum Zürich die direkte Anbindung an eine Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) an und erfüllt damit die Auflagen, neben operativen und hormonellen auch komplementären Therapieformen in das Behandlungsspektrum aufzunehmen.
Die Einbeziehung der Patientinnen und ihrer Angehörigen ist ein wichtiger Grundsatz der interdisziplinären Behandlung. Eine angemessene, verständliche Aufklärung und Information sowie eine gemeinsame Therapieentscheidung sind selbstverständlich.