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Gynäkologische Onkologie


GYNÄKOLOGISCHE ONKOLOGIE — LAPAROSKOPISCHE NERVSPARENDE ONKOLOGISCHE CHIRURGIE

Laparoskopische Chirurgie bei Gebärmutterhalskrebs

Jeder wissenschaftliche Artikel, der über die laparoskopische Lymphonodektomie (Entfernung der Lymphknoten) mit radikaler vaginaler Hysterektomie (Schauta-Prozedur) verfasst wurde, zeigt, dass diese Prozedur den Blutverlust und die Bluttransfusionsrate signifikant reduziert. Der laparoskopische Zugang führt zu einer schnelleren Erholung und einem kürzeren Krankenhausaufenthalt verglichen mit anderen Typen der Hysterektomie.

Die klassische Chirurgie bei Gebärmutterhalskrebs führt oftmals zu Blasen- und Darmkomplikationen und anderen Problemen, die auf Nervenschädigungen zurückgehen. Die aussergewöhnlichen Leistungen der laparoskopischen Kameras ermöglichen eine Identifizierung und einen Funktionstest der Beckennerven, um ihre richtige Funktion postoperativ sicherzustellen. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist die parasympathische nervsparende laparoskopische radikale vaginale Hysterektomie Typ 3 – oder einfacher gesagt, die “Possover-Methode”. Prof. Possover ist einer der wenigen dafür qualifizierten Ärzte. Er hat über 3000 laparoskopische Eingriffe und mehr als 900 nervsparende laparoskopische Operationen zur Behandlung des Gebärmutterhalskrebses durchgeführt.

Bei Frauen mit einem Gebärmutterhalskrebs im frühen Stadium ist die “radikale vaginale Trachelektomie” eine fertilitätserhaltende Prozedur, bei der die Zervix und das sie umgebende Gewebe vaginal entfernt werden, während die Lymphknoten laparoskopisch entnommen werden. Da der Uterus erhalten bleibt, ist eine zukünftige Schwangerschaft möglich. Frauen, die nach einer Trachelektomie gebären, benötigen einen Kaiserschnitt.

Laparoskopische Chirurgie des Gebärmutterkrebses

Die laparoskopische Chirurgie beim Gebärmutterkrebs besteht aus einer Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) zusammen mit den Eierstöcken sowie den Becken- und Bauch-Lymphknoten durch eine minimalinvasive chirurgische Technik. Bei einer Beteiligung der Zervix wird eine „Possover-Operation“ durchgeführt.

Bei allen oben beschriebenen Methoden dauert die Operation ca. 2-3 Stunden und der Krankenhausaufenthalt zwischen 2 und 5 Tage, je nachdem, wie stark die Schmerzen sind und wie der Allgemeinzustand der Patientin ist.

Management des fortgeschrittenen gynäkologischen Krebses

Patientinnen mit einem fortgeschrittenen Zervix-Karzinom (Tumor grösser als 4 cm) und einer Lymphknotenbeteiligung werden mit einer Kombination aus Radio- und Chemotherapie behandelt.

Die laparoskopische Lymphonodektomie wird empfohlen als Grundlage einer optimalen Behandlungsplanung. Verschiedene Faktoren, wie eine mögliche Beteiligung der Beckenlymphknoten oder die Ausbreitung des Tumors (Metastasen) auf das umgebende Gewebe und/oder die Blutgefässe, haben eine entscheidende Auswirkung auf das Überleben der Krebspatientin.

Diese Faktoren können sehr zuverlässig durch die Laparoskopie geklärt werden. Nach Erhalt der endgültigen Histologie-Ergebnisse kann der Gynäkologe zusammen mit der Patientin über den weiteren Behandlungsverlauf entscheiden. Da der laparoskopische Eingriff keine grössere offene Prozedur darstellt, kann die Radio- und/oder Chemotherapie viel früher begonnen werden als nach einer offenen Operation.

Des Weiteren vermindert die Laparoskopie das Risiko postoperativer Adhäsionen (Faserbänder zwischen Gewebe und Organen) und Wundheilungsstörungen. Zudem kann der Patient aktiv in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Für die laparoskopische Staging-Chirurgie ist normalerweise ein Krankenhausaufenthalt von einer Nacht ausreichend.