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Ilio-Sakral- & Beckennerven-Tumore


TUMORE DER BECKENKNOCHEN & -NERVEN
DIE LAPAROSKOPISCH-ASSISTIERTE ORTHOPÄDISCHE CHIRURGIE

Tumore der Beckenknochen (Teratom, Osteochondrosarkom etc.)

Die primäre Behandlung von Sakraltumoren besteht aus der kompletten chirurgischen Resektion (Entfernung) mit grossen tumorfreien Resektionsrändern und der funktionellen Rekonstruktion. Dies ist eine grosse Herausforderung, besonders wenn der Tumor im oberen Teil des Kreuzbeins lokalisiert ist. Die Sakraltumor-Chirurgie ist sehr anspruchsvoll, weil der Zugang zum Operationsgebiet schwierig ist.

Des Weiteren besteht aufgrund einer erhöhten Blutversorgung des Tumors ein hohes Risiko massiver Blutungen während und nach der Operation. Ausserdem besteht bei der chirurgischen Entfernung des Tumors das Risiko, die anliegenden Nerven und Organe, wie z. B. Ureter und Rektum, zu verletzen.

Die Behandlung von sakro-coccygealen Tumoren (Tumore, die Kreuz- und Steissbein betreffen) besteht in der Entfernung der betroffenen Teile von Kreuz- und Steissbein. Diese Operation wird von orthopädischen Onkologen durchgeführt. Der primäre laparoskopische Zugang zum Becken ermöglicht die Darstellung der Harnleiter, des Enddarms und der Beckennerven, um diese vor Verletzungen während des Eingriffs zu schützen. Weiterhin ermöglicht es der primäre laparoskopische Verschluss aller Becken-Blutgefässe, die den Tumor versorgen, einen massiven Blutverlust zu verhindern und den Tumor dabei optimal mit angepassten tumorfreien Resektionsrändern zu entfernen.

Tumore der Beckennerven (Schwannome etc.)

Schwannome sind gutartige Tumore der Nervenummantelung, die aus den Schwann-Zellen entstehen. Schwannome beeinträchtigen nicht unbedingt die Nervenfunktion, führen aber zu einer Deformation und Kompression der Nevenfaserbündel, die generell neuropathische Schmerzen an Ischias, Vulva, Steissbein oder Schambein zur Folge haben können. Die chirurgische Exploration und Entfernung von Schwannomen ist absolut unumgänglich und muss schon aus dem Grund durchgeführt werden, um histologisch sicherzustellen, dass der Tumor gutartig ist. Die bösartige Degeneration von Schwannomen ist extrem selten, aber möglich.

Die chirurgische Entfernung von Schwannomen ist eine Herausforderung, weil ihre anatomische Position den Zugang schwierig macht. Solch ein Eingriff ist verbunden mit einem hohen Risiko einer intra- oder postoperativen Blutung aufgrund der extrem guten Blutversorgung im Becken. Die Chirurgie solcher Tumore innerhalb des Beckens ist in der klassischen Neurochirurgie extrem invasiv, denn meist muss der Beckenknochen reseziert werden, um überhaupt einen Zugang zu dem Tumor zu gewinnen. Laparoskopisch erreicht man den Tumor von vorn, sodass keine Resektion des Beckenknochens erforderlich ist. Die laparoskopische Exploration bedeutet einen minimalinvasiven Zugang, der sowohl die komplette Entfernung als auch die histologische Bestätigung des Tumors ermöglicht. Des Weiteren gestatten es der laparoskopische Einblick und das Monitoring der Blutversorgung dieses Tumors, den intraoperativen Blutverlust zu reduzieren.

Die visuelle Identifizierung des Rektums, der Ureter und der Beckennerven ist durch die laparoskopische Chirurgie sicherer und viel einfacher als über den konventionellen neurochirurgischen Zugang. Die laparoskopische Chirurgie führt so bei den meisten Patienten mit Nervenwurzel-Schwannomen zu einer Verbesserung der Symptome. Eine postoperative Verschlechterung ist nicht zu befürchten, da die sakralen Nervenwurzeln geschont werden.

Das Possover International Medical Center ist das einzige Zentrum weltweit, das die laparoskopisch-assistierte orthopädische Chirurgie der Beckenknochen- und Nerventumore durchführt.