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Senkung & Inkontinenz


URIN- UND STUHL-INKONTINENZ, GENITALPROLAPS
VAGINALE & LAPAROSKOPISCHE BEHANDLUNGSANSÄTZE

Bei der Urin- und Stuhl-Inkontinenz müssen zunächst die Ursachen behandelt werden. Das bedeutet, dass zuerst ein Gebärmutter-, Scheiden- oder Blasenprolaps auf laparoskopischem und/oder vaginalem Weg behoben werden muss.

Besteht nur eine Urin-Inkontinenz (bei Frauen nach erfolgloser „Schlingenoperation“!) ist die Genitalnerven-Stimulation, auch GNS genannt, das Mittel der Wahl.

Ein wenige Millimeter grosses Mikrostimulator-System wird hinter dem Schambein an den Genitalnerven platziert. Dafür wird, versteckt unter dem Schamhaar, in lokaler Betäubung ein kleiner Schnitt gesetzt.

Laparoskopisches Verfahren

Diese Prozedur dauert weniger als 30 Minuten. Sie ist einfach durchzuführen und kann von einem Gynäkologen oder Urologen ambulant vorgenommen werden. Die Stimulation des Nervus pudendus führt zu:

  • einer Kontraktion beider Schliessmuskeln zusammen (Therapie der Harn- und Stuhl-Inkontinenz),
  • einer Entspannung sowohl des Rektums als auch der Blase (Therapie des Reizdarms und der Reizblase),
  • einer besseren Blasen- und Darmkontrolle für eine bessere Entleerung der Blase und des Darms.

Beide Verfahren sind reversibel und können jederzeit unterbrochen werden. Der Patient kontrolliert durch die Fernbedienung die Dauer und das Level der Stimulation.

Bei Frauen, die unter einer Inkontinenz oder einer Gebärmutter- bzw. Blasensenkung leiden, können Eingriffe wie die vaginale oder auch die laparoskopische Senkungs-Operation um die kosmetische Intimchirurgie erweitert werden.

Stimulation des Pudendalnervs

Der dünne Draht (kleiner als 1 mm im Durchmesser) gibt einen harmlosen und schmerzfreien elektrischen Impuls ab, der folgende Auswirkungen hat:

  • eine Kontraktion des Urethra-Sphinkters (Urin-Inkontinenz-Therapie)
  • eine Relaxation der Blase (Therapie der überaktiven Blase)
  • eine bessere Blasenkontrolle zur besseren Blasenentleerung
  • Aktivierung der sexuellen Befriedigung und der Penis-/Klitoriserektion.

Bei der Stuhl-Inkontinenz oder einer gleichzeitigen Stuhl- und Urin-Inkontinenz ist die Stimulation des Pudendusnervs nötig.

Dieser Nerv kontrolliert die Schliessmuskeln der Harnblase und des Enddarms. Dieser Eingriff – die sog. LION-Prozedur – wird per Bauchspiegelung unter Vollnarkose durchgeführt und dauert ca. 45 Minuten.